Creatin
Creatin ist ein normaler Bestandteil der Nahrung und eine natürlich im Körper vorkommende Substanz, die eine essentielle Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Durch trainingsbegleitende Ernährung ausreichend gefüllte Creatinspeicher stellen eine Voraussetzung zur Erleichterung einer Ausdauerleistungssteigerung dar.
Die individuelle Erholungszeit nach intensivem Training oder Wettkampf kann so kürzer ausfallen. Eine Nahrungsergänzung mit Creatin-Monohydrat kann sinnvoll sein bei einseitiger, creatinarmer, fleischarmer Kost und bei besonderen Belastungen wie intensivem Training.
Creatin-Monohydrat wird im Körper in Creatin-Phosphat umgewandelt. Creatin-Phosphat ist ein wichtiger Energiespeicher in der Muskelzelle und erlaubt natürlicherweise eine Verbesserung des ATP-Niveaus unter Belastung wie z.B. intensiver Trainingsabfolge. Creatin liefert dem Muskel in Sekundenschnelle verfügbare Energie. Mit genügenden Creatin-Phosphat-Reserven kann die Regeneration nach dem Training unterstützt werden. Creatin verbessert den Wasserhaushalt in der Muskelzelle – die wichtigste Voraussetzung für den Muskelaufbau.
Creatine Monohydrate scheinen bis heute das effektivste natürliche Mittel zur Steigerung des Muskelwachstums, der Kraft und Ausdauerleistung zu sein. Nicht umsonst werden sie inzwischen von vielen Kraftsport- und Ausdauerathleten regelmäßig eingenommen. Auch wenn solche Vergleiche immer etwas waghalsig und fadenscheinig erscheinen, kann man durchaus behaupten, dass Creatine Monohydrate der Eigenschaft anaboler Steroide am Nächsten kommen.
Was aber ist zu beachten um die gewünschten Erfolge zu erzielen?
1) Wählen Sie eine ausreichend hohe Dosierung!
Teures aber hochwertiges Creatine zu kaufen und aus Kostengründen dann gering zu dosieren bringt ebenso wenig wie billiges aber minderwertiges Creatine hoch zu dosieren! Während der ersten 2 Wochen der Einnahme sollte die Dosierung 40 Gramm pro Tag, verteilt auf 8 Einzelgaben a 5 Gramm betragen. Danach wird eine Erhaltungsdosis von 20 Gramm pro Tag, verteilt auf 4 Einzelgaben a 5 Gramm empfohlen. Diese Einnahmeform basiert auf den einzig bisher durchgeführten seriösen Untersuchungen dieser Art, die nicht von Herstellerfirmen gemacht wurden. Andere Untersuchungen, die empfehlen die Aufladephase wegzulassen und wesentlich geringer zu dosieren, sind lediglich der verzweifelte Versuch einiger Hersteller, Creatine auch an Personen zu verkaufen, die sich die oben genannte Einnahmeform nicht leisten können. Begründet wird dies mit erhöhten Creatin Werten im Urin während der Einnahmephase und der Erhaltungsphase. Dies sind jedoch natürliche Begleiterscheinungen der Creatin-Supplementierung und sind eigentlich ein Beweis für die Wirksamkeit dieser Einnahmeform. Nur mit einer Überladung der Creatin-Speicher ist der Körper in der Lage in der Erhaltungsphase für ca. 10 Wochen einen erhöhten Creatin-Phosphat-Level im Körper herzustellen. Dass hierbei zwangsläufig auch wieder Creatin ausgeschieden wird, ist ganz natürlich, da man nicht für jeden Menschen die Höchstdosierung Creatine ohne Ausschüttung ermitteln kann. Auch das von uns zugeführte Protein wird nicht vollständig für die Peptidhormonproduktion oder für den Muskelaufbau verwendet sondern auch zum großen Teil wieder ausgeschieden.
2) Nehmen Sie Creatine mit einem Kohlenhydratkompex ein!
Diese Darreichungsform hat sich in der Regel als Empfehlenswert herausgestellt.
Mischen sie einen gehäuften Teelöffel (ca. 5 Gramm) mit ca. 50g Kohlenhydratkomplex in eine Flüssigkeit und trinken Sie diese Mixtur sofort! Creatine und Orangensaft für den ganzen Tag vorzubereiten und nach und nach zu trinken bringt nichts. Creatine verliert nach ca. 15 Minuten seine Wirkung im aufgelösten Zustand und sollte direkt nach dem Einrühren eingenommen werden!
3) Periodisieren Sie die Einnahme!
Nach einer Einnahmezeit von ca. 10 – 12 Wochen sollte das Produkt für ca. 3 – 4 Wochen abgesetzt werden um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.




